
Quonixxio Ernte
Die Ernte der Quonixxio-Frucht
Die Ernte der Quonixxio-Frucht findet nur alle zwei Jahre statt. Dennoch bedeutet sie für die Bauern des Kollektivs Los Chimpalas Schwerstarbeit.

Bauer José Maduro erklärt uns, wie die kostbaren Quonixxios geerntet werden:

„Die Früchte der Quonixxio vom Baum zu bekommen ist nicht leicht und erfordert viel Mut und Geschick. Die Bäume sind zu hoch und der Wald zu dicht, als dass wir die Quonixxios mit modernen Erntegeräten abnehmen könnten. Wir pflücken die Früchte rein von Hand.
Dazu müssen wir jedoch in die Bäume klettern. Das machen bei
uns im Kollektiv die Männer. Dabei sind sie nur mit einem Gurt aus Lianen gesichert, mit dem sie sich am Stamm des Quonixxio-Baums bis in Krone nach oben schieben. Mit Stangen, die an der Spitze eine Zange besitzen, schneiden sie die Früchte von den Bäumen ab. Fallen sie zu Boden, platzen die Schoten auf, deshalb muss man auch hier sehr vorsichtig sein. Je weniger die Schoten verletzt werden, desto besser. In luftdurchlässigen Säcken werden die Quonixxio-Früchte in die Manufactura transportiert, wo sie von
den Frauen von Hand verlesen und von der Hülle befreit werden.“
Josés Sohn, Alvaro, ergänzt:
„Wir können Quonixxio nur alle zwei Jahre ernten, da der Baum nicht in jedem Jahr Früchte trägt. Deshalb bauen wir auch andere Produkte an, die wir teils auf dem Markt, teils an Besucher und Touristen und teils direkt an die Dapdapito Company verkaufen.
Die Dapdapito-Frucht ernten wir in zweierlei Wachstumsstadien. Zum ersten Mal pflücken wir sie, wenn die Frucht noch jung ist und die Kapseln noch gelbfleischig sind. Dann haben sie einen hohen Zuckeranteil und sind ganz süß. Meine Schwester, Jimena, macht daraus einen ganz hervorragenden Likör.
Eine zweite Ernte erfolgt nach sechs Monaten Reifezeit. Dann haben die Kapseln des Quonixxio ihren Geschmack schon sehr verändert. Sie sind nun herb und fast ein wenig säuerlich. Man kann sie jetzt auch nicht mehr pur essen. Sie hinterlassen ein eigenartig pelziges Gefühl auf der Zunge.
Einen Teil der Früchte ernten wir nicht. Wir lassen sie hängen, als Nahrung für die Klammerschwanzaffen. Sie tragen dazu bei, dass sich die Pflanzen vermehren und ausbreiten. Quonixxio-Bäume brauchen lange bis sie wachsen und Früchte tragen.“
